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iTUNES
Erscheinungsdatum:

February 23, 2007

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Grand Prix

  • 01. Fischgrät
  • 02. Olive
  • 03. 117
  • 04. Kroki
  • 05. Pädagoge
  • 06. Tschäss
  • 07. Japanischi Ompressione
  • 08. Geisha
  • 09. Fidel
  • 10. Berne City Interlude
  • 11. Hibedihop
  • 12. Trinke Weniger
  • 13. Käthi
  • 14. Stutz
  • 15. Stärnli
  • 16. Bluus
  • 17. Vladimir
  • 18. D'ballade Vo Däm Wo Nid Het Chönne Cho
  • 19. Radio Free Africa
  • 20. Lulu
  • 21. Gschpängschtli (Studio-Version)

Liebe Sportsfreunde
Herzlich willkommen zu dem mit Spannung erwarteten Grand Prix mit dem Troubadour-Trio Tomazobi.
Die Verhältnisse für die Austragung dieses Wettkampfes im Sous-Soul in Bern sind ideal: das zahlreich erschienene Publikum ist heiss, die isotonischen Getränke sind kühlgestellt und die Athleten machen an der Bar die letzten Aufwärm-Übungen. In der Mitte haben wir Maze, virtuos an der Gitarre und locker im Mundwerk. Rechts haben wir Tobi, der text- und trinksicherste unter den Dreien, zu seinem Pech aber als einziger einen Führerausweis besitzt. Und links sitzt Obi, der mit seinem gewaltigen Stimmorgan schon manchen brunftenden Hirsch in die Flucht geschlagen hat. Und nicht zu vergessen: Da ist Nick Werren, knallharter Trainer und zugeknallter Edeljoker auf der Ersatzbank für den Fall, dass sich ein Spieler etwa eine eine rote Karte oder eine Adduktorenzerrung einfängt.

Ja, liebe Sportsfreunde, endlich sind Tomazobi zurück. Nach dem kräftezehrenden Überraschungserfolg ihres ersten Albums «Chue» suchen die drei Neotroubadoure wieder nach einer sportlichen Herausforderung. Trainingsfaul waren die drei Vorzeigeathleten aber nicht – das Palmares der letzten beiden Jahre ist beeindruckend: 150 bis 200 Konzerte im ganzen Land haben sie gegeben – so genau kann das niemand mehr beziffern. Openair St.Gallen, erinnert sich Manager Nick vage an einen der vielen Austragungsorte, Blue Balls, Hoch-Ybrig, Moods. Bis zu vier Gigs pro Abend haben Tomazobi gespielt – nicht sportlicher Ehrgeiz hat sie dazu getrieben, sondern die fanatischen Fans. Von ihrem selbstproduzierten Debüt «Chue» haben sich rund 10 000 Stück verkauft, der Grossteil davon an Konzerten. Am Solothurner Filmfestival 2006 gewann das Video zur Single «Lulu» den Publikumspreis – obwohl der Musiksender VIVA den Clip zuerst ablehnte, weil er zu «avantgardistisch» sei. Sich foutieren und trotzdem gewinnen. Sich nicht an die Spielregeln halten und trotzdem oben aus schwingen – das ist seit jeher das Erfolgsgeheimnis von Tomazobi. Auch wieder bei «Grand Prix», dem neuem Album der Berner Trash-Troubadoure. Statt einem sauber geglätteten Studio-Album geben Tomazobi als zweite Platte gleich ein Live-Album mit DVD heraus, das ganz nach Tomazobi klingt: häscherig eben. Übersetzen lässt sich das Wort nicht, so wenig wie vernüsselt, vereieret, verhuderet. Aber wer «Grand Prix» hört, weiss was damit gemeint ist. Für die Funktionäre mag es ein Graus sein, für die Zuhörer ist «Grand Prix» wiedermal grosses Tennis: Mitreissende Melodien, technische Grandesse, spontaner Spielwitz, herrlich verwertete Steilpässe und dreckige Verbalfouls. Nicht nur die allseits beliebten «Chue»-Klassiker wie «Olive» oder «Lulu» finden sich auf der Live-Scherbe, sondern auch sieben neue Tracks, wie zum Beispiel «D’Ballade vo däm wo nid het chönne cho» oder die durchgeknallte Asien-Hommage «Geisha». Die Single «Gschpängschtli», als Bonustrack auf der CD, gibt es gar als Studioaufnahme (die Live-Aufnahme sei zu vernüsselt gewesen, munkeln Insiderkreise). Am «Grand Prix» nehmen auch Athleten aus anderen Sportarten teil: Rapper Baze, Akkordeonist Mario Batkovic und die Jodlerinnen Christine Lauterburg und Regula Neuhaus. Wer den Tomazobi-Grand Prix letztlich gewinnt, ist unwichtig. Was zählt, ist ohnehin der olympische Gedanke: Mittrinken ist alles.

Die Übertragung des grandiosen «Grand Prix» aus Bern ist übrigens nicht nur zu hören, sondern auch zu sehen - die Herren von Tomazobi sind ja auch in der Disziplin des bewegten Bildes fit. Als besonderes Après-Ski-Häppchen ist der Live-CD darum noch eine 48 min. DVD beigelegt. Der Häscherfilm fängt die unsportlichsten Szenen des Grandprix-Wettkampfes und der «Chue»-Tour ein. Eine wirrkreative Reise ins Tomazobi-Universum und eine Einführung für alle, die noch immer nicht wissen, was Häscher bedeutet.

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